Bedienungsanleitung Stirnradflaschenzüge von LS+S - LS+S - your safety is our business

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Original-Betriebsanleitung für Stirnrad-Flaschenzüge 
gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

der LS+S Lifting Supply + Service GmbH
 
Die folgenden Angaben erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen zum Umgang mit Anschlagmitteln und Lastaufnahmemitteln sind den einschlägigen berufgenossenschaftlichen und staatlichen Vorschriften zu entnehmen. 
Die nachfolgend beschriebenen Artikel entsprechen den Bestimmungen der o.g. Richtlinie.

Stirnrad-Flaschenzüge






Bestimmungsgemäße Verwendung: Nur zum Anschlagen und Heben von Lasten

1) Die Betriebsanleitung
  • ist vor der ersten Inbetriebnahme genau durchzuarbeiten
  • muß ständig am Einsatzort verfügbar sein
  • ist bei Montage, Bedienung, Wartung und Reparatur von den durchführenden Personen zu beachten
Der Betreiber ist für die sach- und fachgerechte Einweisung des Bedienpersonals verantwortlich.

2) Bestimmungsgemäße Verwendung
  • Das Gerät dient dem vertikalen Heben und Absenken von Lasten bis zur angegebenen maximalen Tragfähigkeit. In Kombination mit einem Fahrwerk können Lasten auch horizontal verfahren werden.
  • Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung gilt als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende Schäden haftet die LS+S Lifting Supply + Service GmbH nicht. Das Risiko trägt allein der Anwender bzw. Betreiber.
  • Die auf dem Gerät angegebene Tragfähigkeit (WLL) ist die maximale Last, die angeschlagen werden darf.
  • Sollte das Gerät zum häufigen Ablassen aus großen Höhen oder im Taktbetrieb eingesetzt werden, ist wegen evtl. Überhitzung zuvor mit dem Hersteller Rücksprache zu halten.
  • Sowohl der Geräte- als auch der Lasthaken des Gerätes muß sich im Moment des Anhebens der Last in einer Lotrechten über dem Schwerpunkt der Last befinden, um ein Pendeln der Last beim Hebevorgang zu vermeiden.
  • Die Auswahl und Bemessung der geeigneten Tragkonstruktion obliegt dem Betreiber.
  • Beim Einhängen des Gerätes ist vom Bediener darauf zu achten, daß das Hebezeug so bedient werden kann, daß der Bediener weder durch das Gerät selbst noch durch das Tragmittel oder die Last gefährdet wird.
  • Der Bediener darf eine Lastbewegung erst dann einleiten, wenn er sich davon überzeugt hat, daß die Last richtig angeschlagen ist und sich keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten.
  • Der Aufenthalt unter einer angehobenen Last ist verboten.
  • Lasten nicht über längere Zeit oder unbeaufsichtigt in angehobenem oder gespannten Zustand belassen.
  • Das Hebezeug kann in einer Umgebungstemperatur zwischen -10°C und 50°C eingesetzt werden. Bei Extrembedingungen muß mit dem Hersteller Rücksprache genommen werden.
  • Achtung! Bei Umgebungstemperaturen unter 0°C vor Benutzung durch 2- bis 3-maliges Anheben und Absenken einer kleinen Last überprüfen, ob die Bremse vereist ist. 
  • Vor dem Einsatz des Hebezeuges in besonderen Atmosphären (hohe Luftfeuchtigkeit, salzig, ätzend, basisch) oder der Handhabung gefährlicher Güter (z.B. feuerflüssige Massen, radioaktive Materialien) muß mit dem Hersteller Rücksprache genommen werden.
  • Bei Nichtbenutzung des Gerätes ist das Tragmittel (z.B. Unterflasche, Haken) möglichst über Kopfhöhe zu positionieren.
  • Zum Anschlagen einer Last dürfen nur zugelassene und geprüfte Anschlagmittel benutzt werden.
  • Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört neben der Betriebsanleitung auch die Einhaltung der Wartungsanleitung.
  • Bei Funktionsstörungen oder abnormalen Betriebsgeräuschen ist das Hebezeug sofort außer Betrieb zu nehmen.

3) Sachwidrige Verwendung (nicht vollständige Auflistung) 
  • Die Tragfähigkeit des Gerätes (WLL) bzw. des Tragmittels sowie der Tragkonstruktion darf nicht überschritten werden.
  • Das Gerät darf nicht zum Losreißen festsitzender Lasten verwendet werden. Es ist ebenso verboten, eine Last in die schlaffe Lastkette fallen zu lassen (Gefahr der Kettenbruchs).
  • Das Entfernen oder Verdecken von Beschriftungen, Warnhinweisen oder dem Typenschild ist untersagt.
  • Beim Transport der Last sind Pendelbewegungen und das Anstoßen an Hindernisse zu vermeiden.
  • Die Last darf nicht in Bereiche bewegt werden, die für den Bediener nicht einsehbar sind. Nötigenfalls hat er sich um Hilfestellung zu bemühen.
  • Motorischer Antrieb des Gerätes ist verboten.
  • Das Gerät darf niemals mit mehr als der Kraft einer Person bedient werden.
  • Schweißarbeiten an Haken und Lastkette sind verboten. Die Lastkette darf nicht als Erdungsleitung bei Schweißarbeiten verwendet werden. Schrägzug, d.h. seitliche Belastungen des Gehäuses oder der Unterflasche, ist verboten.
  • Die Lastkette darf nicht als Anschlagkette (Schlingkette) verwendet werden.
  • Ein ohne Rücksprache mit dem Hersteller verändertes Gerät darf nicht benutzt werden.
  • Die Benutzung des Hebezeuges zum Transport von Personen ist verboten.
  • Lastkette nicht knoten oder mit Bolzen, Schrauben, Schraubendreher oder Ähnlichem verbinden. Fest in Hebezeuge eingebaute Lastketten dürfen nicht instandgesetzt werden.
  • Das Entfernen der Sicherheitsbügel von Geräte- bzw. Lasthaken ist verboten.
  • Hakenspitze nicht belasten. Das Anschlagmittel muß immer im Hakengrund aufliegen.
  • Das Kettenendstück darf nicht als betriebsmäßige Hubbegrenzung verwendet werden.
  • Ein betriebsmäßiges Drehen der aufgenommenen Lasten ist verboten, da die Unterflasche des Gerätes dafür nicht konzipiert ist. Ist ein betriebsmäßiges Drehen vorgesehen, müssen sog. Drallfänger eingesetzt werden bzw. ist mit dem Hersteller Rücksprache zu nehmen.
  • In den Lasthaken des Gerätes darf nur ein einzelnes Lastaufnahmemittel gehängt werden.
  • Niemals in bewegliche Teile greifen.
  • Gerät nicht aus großer Höhe fallen lassen. Es sollte immer sachgemäß auf dem Boden abgelegt werden.
  • Das Gerät darf nicht in explosionsfähiger Atmosphäre eingesetzt werden.

4) Technische Darstellung und Ersatzteile

5) Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme und Betrieb
  • Vor der ersten Inbetriebnahme, vor der ersten Wiederinbetriebnahme und nach grundlegenden Änderungen ist das Hebezeug einschließlich der Tragkonstruktion einer Prüfung durch eine befähigte Person zu unterziehen. Die Prüfung besteht im Wesentlichen aus einer Sicht- und Funktionsprüfung. Die Prüfungen sind vom Betreiber zu veranlassen. Prüfungen sind zu dokumentieren.
  • Vor jedem Arbeitsbeginn ist das Hebezeug einschließlich der Tragmittel, Ausrüstung und Tragkonstruktion auf augenfällige Mängel und Fehler zu überprüfen. Weiterhin sind die Bremse und das korrekte Einhängen des Gerätes und der Last zu überprüfen. Dazu ist mit dem Hebezeug eine Last über nur eine kurze Distanz zu heben und wieder abzusenken. Die Überprüfung einer ausreichenden Schmierung der Lastkette sowie Sichtprüfung auf äußere Fehler, Verformungen, Risse, Verschleiß und Korrosionsnarben ist vorzunehmen.
  • Vor jeder Inbetriebnahme bei zwei- und mehrsträngigen Geräten ist darauf zu achten, daß die Lastkette nicht verdreht oder verschlungen ist. Bei zweisträngigen Geräten kann es zu einer Verdrehung z.B. dann kommen, wenn die Unterflasche umgeschlagen wurde. Der Geräte- und Lasthaken ist auf Verformung, Risse, Beschädigungen, Abnutzung bzw. Korrosionsnarben zu überprüfen. 
  • Eine Last ist stets in der Hakenmitte einzuhängen. Die Hakenspitze darf nicht belastet werden.
  • Heben der Last: Durch Ziehen an der Handkette (Drehung des Kettenrades im Uhrzeigersinn bei Blickrichtung auf die Handkettenradseite des Gerätes).
  • Senken der Last: Durch Ziehen an der Handkette entgegen dem Uhrzeigersinn. Nach Beendigung des Ziehens hält die Lastdruckbremse die angehobene Last in jeder Höhe sebsttätig.

6) Reparaturen 
  • Reparaturen dürfen nur von autorisierten Fachwerkstätten, die Original-Ersatzteile verwenden, durchgeführt weerden. Nach einer erfolgten Reparatur sowie nach längerer Standzeit ist das Hebezeug vor der Wiederinbetriebnahme erneut zu prüfen. Die Prüfungen sind vom Betreiber zu veranlassen.

7) Transport, Lagerung, Außerbetriebnahme und Entsorgung 
Beim Transport des Gerätes sind folgende Punkte zu beachten:
  • Gerät nicht stürzen oder werfen, immer vorsichtig absetzen.
  • Geeignete Transportmittel verwenden. Diese richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten.
Bei der Lagerung oder der vorübergehenden Außerbetriebnahme des Gerätes sind folgende Punkte zu bachten:
  • Das Gerät an einem sauberen und trockenen Ort lagern.
  • Das Gerät inkl. aller Anbauteile vor Verschmutzung, Feuchtigkeit und Schäden durch eine geeignete Abdeckung schützen.
  • Die Kette(n) ist/sind mit einem leichten Schmierfilm zu überziehen.
  • Soll das Gerät nach der Außerbetriebnahme wieder zum Einsatz kommen, ist es zuvor einer erneuten Prüfung durch eine befähigte Person zu unterziehen.
Entsorgung:
  • Nach Außerbetriebnahme sind die Teile des Gerätes entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der Wiederverwertung zuzuführen bzw. zu entsorgen.
Bedienungsanleitung Stirnradflaschenzug
 
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