LS+S Prüf-Service

Kettenprüfungen

Pürservice nach DGUV durch LS+S, Essen

LS+S Prüf-Service

Kettenprüfungen

Professionell eingesetzte Arbeitsmittel sind im Einsatz enormen Beanspruchungen unterworfen.

Eine turnusmäßige Überprüfung durch Sachkundige ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Regel gilt für alle Arbeitsmittel, unabhängig von der Häufigkeit der Anwendung.

Die rechtzeitige Erkennung von Mängeln ist ein aktiver Beitrag zur Unfallverhütung und Schadensminderung. Und eine rechtssichere Dokumentation kann Sie im Schadensfall vor dem Verlust des Versicherungsschutzes retten.

Die „Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ (DGUV Regel 100-500 ehemals BGR 500) geben gesetzlich vor, diese Prüfungen aufzuzeichnen und vorzuhalten, damit der sicherheitstechnische Zustand nachweisbar ist.

Zu den "prüfpflichtigen Arbeitsmitteln, die Schäden verursachenden Einflüssen unterliegen" zählen z. B.: Anschlagmittel, Lastaufnahmemittel, Krane, PSA sowie Maschinen und Anlagen, Regale, Leitern, Gerüste, Tore ...

Bei den Kettenprüfungen unterscheiden wir zwischen der jährlichen Sichtprüfung und der elektromagnetischen Prüfung auf Rißfreiheit im 3-Jahres-Rhythmus

Sichtprüfung an Anschlagketten

 

 

Anschlagketten unterliegen Schäden verursachenden Einflüssen. Die Verwendung von beschädigten Anschlagketten kann zu gefährlichen Situationen, schlimmstenfalls zu Personenschäden führen. Die Prüfung von Anschlagketten erfordert deshalb besondere Sorgfalt und wird ausschließlich von sachkundigem und geschultem Personal gemäß dieser Prüfanweisung ausgeführt.

Der Umfang der Prüfung erstreckt sich auf die vollständige Anschlagkette einschließlich der Aufhängeglieder und Kettenverbindungselemente, Haken und anderer geschmiedeter Zubehörteile. Die Prüfung wird gemäß DGUV Regel 100-500, Kapitel 2.8, Abschnitt 3.15.2.1 in regelmäßigen Abständen von längstens einem Jahr durchgeführt.

Defekte Ketten und Bauteile werden außer Betrieb genommen, wenn eine Instandsetzung nicht möglich oder unwirtschaftlich ist.

Sicht- und Maßkontrolle

Die Sichtprüfung ist eine visuelle Kontrolle und erstreckt sich auf den Befund der einzelnen Bauteile, den bestimmungsgemäßen Zusammenbau, die Vollständigkeit und die Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen. Sie dient der Feststellung äußerlich erkennbarer Mängel und erfolgt unter Zuhilfenahme geeigneter Meßinstrumente (Prüf-, Grenzlehre, Winkelmesser, Meßschieber, etc.). Vor der Überprüfung werden die Anschlagketten gereinigt.

Der Prüfer untersucht insbesondere:

  • die Abnahme der gemittelten Gliedstärke dm (Verschleiß) an irgendeiner Stelle und insbesondere bei Aufhänge-, Zwischen-, Übergangs- und Endgliedern um mehr als 10 % der Nenndicke dk bzw. dm. Bei Ketten mit einer höheren Güteklasse als 8, die in den Abmessungen außerhalb der Toleranzen der gültigen Normen liegen, sind die vom Hersteller vorgegebenen Maße für die Ablegereife zu beachten.
  • die Funktion der Bolzen ·
  • Verformungen von Kettengliedern und anderen Bauteilen ·
  • Längungen des äußeren Nennmaßes (äußere Länge des Kettengliedes) um mehr als 3 % (entspricht einer Zunahme des Teilungsmaßes um mehr als 5 %) sowie Längungen des inneren Nennmaßes bei Aufhänge-, Zwischen-, Übergangs- und Endgliedern (innere Länge) um mehr als 10 %.
  • Deformationen durch Verbiegung, Verdrehung
  • Aufbiegung des Hakenmauls (Maulweite) um mehr als 10 % des Ausgangsmaßes
  • die Kennzeichnung (Herstellerzeichen bzw. H-Stempel auf allen Bauteilen, Vorhandensein und Lesbarkeit des Kettenanhängers bzw. der Kennzeichnung auf dem Aufhängeglied)
  • Brüche, Schnitte, Kerben (besonders in Bereichen mit Zugspannung, insbesondere in Querrichtung zum Kraftverlauf, Gefahr durch „Dauerbruchstarter“), Rillen, Anrisse, Korrosionsnarben, Quetschungen, Verfärbungen durch Wärme (Hitzeeinwirkung), Schädigungen durch chemische Einflüsse (Gefahr durch Spannungsrißkorrosion, Wasserstoffversprödung etc.)

Zur Überprüfung der Verbindungsbolzen und der ineinanderliegenden Kettenverbindungsglieder müssen die Ketten locker sein, damit die inneren Anlageflächen der Bolzen bzw. der Glieder freiliegen. Auffällige Bauteile - besonders Bolzen, Verbindungsglieder und auch Wirbelhaken - sind zu einer eingehenden Untersuchung zu demontieren.

Bei allen mehrsträngigen Anschlagketten wird die Nutzlänge auf Gleichmäßigkeit überprüft. Der Unterschied zwischen dem längsten und dem kürzesten Einzelstrang von gleicher Nennlänge unter gleicher Belastung darf bei Nennlängen 2 m nicht größer als 12 mm (maximal) und bei Nennlängen > 2 m nicht größer als 6 mm/m sein.

Elektromagnetische Prüfung auf Rißfreiheit an Anschlagketten

 

Anschlagketten unterliegen Schäden verursachenden Einflüssen. Die Verwendung von beschädigten Anschlagketten kann zu gefährlichen Situationen, schlimmstenfalls zu Personenschäden führen. Die Prüfung von Anschlagketten erfordert deshalb besondere Sorgfalt und wird ausschließlich von sachkundigem und geschultem Personal gemäß dieser Prüfanweisung ausgeführt.

Der Umfang der Prüfung erstreckt sich auf die vollständige Anschlagkette einschließlich der Aufhängeglieder und Kettenverbindungselemente, Haken und anderer geschmiedeter Zubehörteile. Die Prüfung wird gemäß DGUV Regel 100-500, Kapitel 2.8, Abschnitt 3.15.2.2 in regelmäßigen Abständen von längstens 3 Jahren durchgeführt.

Defekte Ketten und Bauteile werden außer Betrieb genommen, wenn eine Instandsetzung nicht möglich oder unwirtschaftlich ist.

Vorprüfung: Sicht- und Maßkontrolle

Die Sichtprüfung ist eine visuelle Kontrolle und erstreckt sich auf den Befund der einzelnen Bauteile, den bestimmungsgemäßen Zusammenbau, die Vollständigkeit und die Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen. Sie dient der Feststellung äußerlich erkennbarer Mängel und erfolgt unter Zuhilfenahme geeigneter Meßinstrumente (Prüf-, Grenzlehre, Winkelmesser, Meßschieber, etc.). Vor der Überprüfung werden die Anschlagketten gereinigt.

 

Elektromagnetische Prüfung auf Rißfreiheit

Die Überprüfung der Anschlagkette auf Oberflächenrisse nach dem Magnetpulververfahren gemäß DIN EN 9934 Teil 1 ist eine entscheidende Sicherheitskomponente und wird durch qualifizierte Personen entsprechend DIN EN ISO 9712 durchgeführt .

Vor Beginn der elektromagnetischen Prüfung auf Rißfreiheit werden die einschlägigen Prüfungen an der Ausrüstung und den Lichtverhältnissen der Örtlichkeit vorgenommen. Anschließend werden die Rundstahlkette und alle Zubehörteile in eine fluoreszierende Prüfflüssigkeit getaucht und mit Hilfe einer Magnetspule magnetisiert . Bei der darauffolgenden visuellen Prüfung unter UV-Licht werden die Kette und alle Zubehörteile auf etwaige Risse hin untersucht, die durch Streufluß sichtbar sind. Auffällige bzw. defekte Teile (Rißanzeige) werden sofort gekennzeichnet und für eine eingehende Untersuchung bzw. Instandsetzung ausgesondert.

Ketten4

Unser Prüfpersonal ist sachkundig geschult und kennt sich mit den gesetzlichen Bestimmungen und Prüfverfahren aus.

Soweit vorhanden, legen wir die Prüfanweisungen des FSA (Fachverband Seile und Anschlagmittel) zugrunde.

Die Prüfdokumentation steht Ihnen online jederzeit zur Einsicht oder zum Ausdruck bereit.